23. April 2009

Push me!

Benny Benassi lässt arbeiten. Finden wir groß.

18. April 2009

Kunst am Samstag LIVE: chrizzytop und „Taxi“ in München!

Sanfrancisco Taxi (c) chrizzytop 2009

Festgemeinde! Wer sich heute zufällig in der bayerischen Landeshauptstadt aufhält und vor lauter Aufhalten abends nichts mehr zu tun hat, der kann sich dann ja ins Café Kosmos lenken und (ab 21 Uhr) die brandneue Ausstellung „Taxi“ des Mega-betabuben chrizzytop bestaunen (über deren wilde Entstehungsmythen wir – seit den lausigen Anfängen – von hier, hier, hier und hier über hier, dann noch von hier bis hier berichtet haben.) Derbe cooles Zeug – Fotos, Grafik, Typografie, in hübschester Aufmachung und für Krisengewinnler auch spottbillig zu kaufen. Seid dort oder seid orthogonal.

12. April 2009

Kunst letzten Sonntag: „Wolf and Pic“

27. März 2009

In Case You Missed: Bonaparte

Komme grade vom ersten Livekonzert ever in meiner an Livekonzerten nicht armen Livekonzertkonsumentenkarriere, bei dem (keine Sorge, das ist keine Obsession, sondern was Kulturelles) ein wirklich nackter Mann über die Bühne raven tat. Dafür erhält die internationale Berliner Krawallcombo Bonaparte unsere ehrenvolle Erwähnung. Wer das Gefühl hat, diese Musikformation sei inzwischen schon oft genug bzw. zu oft erwähnt worden, der schaut hier und hier einfach nicht hin. Was daran gut ist? Das Musikalische kanns bei Elektronikkrachmusik natürlich generell nicht sein (häufige Fehldenke), deswegen ist es halt der Spaß. Den haben die Masken- und Penisboys ca. hundertmal mehr als die vergleichbar aufgetrashten verklemmten Trauermuschis mit den falschen Damenbärten. Glaubt’s uns ruhig.

27. März 2009

Großer Laptop!

Muss leider ins Sperrgepäck, ist aber dafür auch – wenns grade sein muss – einer der 200 schnellsten Computer der Welt. Man erkennt sofort: Nur geil für Nerds. Aber trotzdem cool, ihr Schweine! Die Nerd-Bling-Firma Sun baut ein komplettes Rechenzentrum in einen schicken schwarzen Schiffscontainer. Optimal kombinieren zu: dem wirklich gut geschnittenen, schwarzen Einreiher, zwei Knöpfe.

kleines schwarzes (c) sun

22. März 2009

Kunst am Sonntag: Perspektiven 1

Sogar der scheinbar alterslose Rebell chrizzytop hat eine Phase, die man schon jetzt als sein „Frühwerk“ bezeichnen kann. Mit dem unten gezeigten Exemplar namens „Perspektiven 1″ in der Mappe scheiterte er grandios an der Aufnahmeprüfung der Kunsthochschule Kassel. Gut, machtanix: Jetzt tanzen ihm täglich fünf engelsgleiche slawische Prinzessinnen in zartseidenen Negligés über den stahlharten Brustkorb, reichen ihm Pizza mit Wurst und Bier, und beim Sex sagen sie dann irgendwas versautes Tschechisches. Als Perspektive 2, gewissermaßen: auch sehr ok.

perpektiven 1 (c) chrizzytop 2003-2009

20. März 2009

Rotkäppchen 3.0

Schön erzählt.

via Boing Boing Gadgets

19. März 2009

Bathtub IV

Wieder ein „Tilt Shift“-Video vom Könner Keith Loutit, den die betabuben schon hier voll gut fanden: Obacht beim Angeln an der Küste!

15. März 2009

Kunst am Sonntag: cuba in München

Bei der Vernissage am Samstagabend im unfreiwilligen Medien-Hangout Nr. 1: chrizzytop (gut sichtbar: rechts im Bild) vor einem der düstren, verballerten, Comic- und Killerspiele-inspirierten, kurz: heftigen Bilder seines Kollegen aus Prag. Noch bis Mitte April hier zu sehen und anzufassen. (Die Bilder.)

img_2229

8. März 2009

Stöhn II (animatronisch vs. real)

Die Fortschritte in der Spielzeug-Animatronik sind fabelhaft – der laberselige Furby ist derbstes Vorvorvorgestern; aktuelle Produkte aus dem Reich der Techno-Spielgesellen nähern sich immer mehr dem realen Leben an. Bestes Beispiel hier: Wenn oedesheims nicht nur, aber immer sonntags lauthals kopulierende Nachbarn wüssten, dass sie sich ganz real, ohne jede Übertreibung (betabuben-Schwur!) so anhören wie Pleo, der elektrifizierte Jungdinosaurier aus dem Hause Ugobe, dann wäre ihnen das wohl peinlich vor ihren Freunden. Sie würden fortan nur noch ihre Avatare in Second Life ficken lassen, den Ton am PC leiser gestellt. Beim Sex nicht klingen wie ein Spielzeug mit vier Füßen, grüner Gummihaut und USB-Anschluss: auch auf unseren 2009-noch-zu-erledigen-Listen sehr weit oben.

Immer wieder sonntags [pleoworld.com]

8. März 2009

Kunst am Sonntag: Stöhn!

Die taz ordnet das Phänomen vielleicht nicht ganz genau so ein wie wir, meint aber vielleicht ja auch was ganz Anderes. Der neue Sexismus jedenfalls: er lebe hoch, am heutigen Internationalen Frauentag, der bei den Unverbesserlichen, weil Allerbesten, passenderweise auch hübscher aussieht als überall sonst im deutschen Medienstadl.

taz_090308

7. März 2009

GMX klärt auf (Folge 382): Die beinahe total tödliche Sperma-Allergie!

GMX, unser Lieblings-Massenmailer (für dessen Benutzung ich just mit der Ansage „Hey, das ist ja wohl die totale Web 1.0-Mailadresse!“ despektiert wurde), hat, wie wir wissen, einen international erfolgreichen, mindestens 12.000 Mann starken und dabei wahrscheinlich auch noch Millionengewinne abwerfenden Journalismus-Zweig. Wir gönnen den Meinungsmacher-Kollegen in der GMX-Zentralredaktion ihren Erfolg. Die hart recherchierenden Szene-Gurus schaffen es nämlich jeden Tag wieder, uns trüben Typen eine neue, meistens topexklusive, fast immer frohe Botschaft hinzuwerfen. Aktuell z.B.: „Augenbrauen werden wieder breiter – Die Zeiten des exzessiven Brauen-Zupfens scheinen vorbei zu sein“, oder: „Den Mercedes SLK 2LOOK Edition gibt es gegen Aufpreis in den exklusiven Lackierung Obsidianschwarz-Metallic oder Designo-Mysticweiß!“ (müsste natürlich richtig „den wo“ heißen, Flüchtigkeitsfehler.) Gern werden wir außerdem nach Vollzug unserer kommunikativen Pflichten, beim ansonsten so achtlosen Logout, auf hinreißende Weise über die Bedienung des Alltagsgegenstands „Frau“ aufgeklärt. Die betabuben haben die diesbezüglichen Bemühungen der GMX-Redaktion bereits hier ausführlich gewürdigt; aktuell fliegen wir atemlos durch die überfällige Epistel „Busen“, „Brust“ und „Dein Ding“ – Ein falsches Wort im Bett und schnell ist jede Lust ruiniert.

Womit wir aber leider auch schon mittendrin sind in den absoluten Schocker-Themen, die uns selbst die wohlmeinende GMX-Journalismusmaschine nicht ersparen kann. Ich möchte den Blick heute nicht richten auf Scoops wie „Arzt-Handys sind Bakterienschleudern“ und „Nägel, Hornhaut, Hühneraugen: Wie man seine Füße richtig pflegt„, sondern auf die traurige Nachricht über eine sicke Laune von Frau Natur, die uns Jungs mal wieder den verdienten, billigen Fun verderben will. „Sperma-Allergie: Wenn der Sex für die Frau zum gefährlichen Vergnügen wird“, titelt es düster dieser Tage beim Kommunikationsdienstleister. „Atemnot, Juckreiz, Erbrechen: Die typischen Symptome einer Allergie treten auch bei Frauen auf, die das Sperma des Partners nicht vertragen.“ Ja kruzi! Was ein Teufelszeug schlummert da in unseren Unterleibskanonen? Einziger Lichtblick ist, dass das GMX-World-News-Center, immer im Dienste der Menschheit, auch heute Nacht wieder wach bleiben wird, um uns morgen, unerschütterlich, wieder eine neue Geschichte erzählen zu können, über die wunderbaren und grausamen Dinge, die das Leben und die Lenden eines Mannes begleiten. Und gut auch, in diesem speziellen Fall, dass der schonungslos zitierte Allergologe Dr. David Resnick aus New York jetzt da untenrum mal alles „festgeklopft“ hat!

Laut Dr. Resnick seien bis dato weltweit nur circa 80 Fälle einer Sperma-Allergie berichtet worden. In seine Klinik kommen jedoch durchschnittlich 2 Frauen pro Jahr, bei denen eindeutig das Sperma als Allergen festgeklopft werden kann und die Dunkelziffer sei gänzlich unbekannt, so Resnick. … Neben lokalen Reaktionen kann es in Extremfällen sogar zur Quaddelsucht, Durchfall, Erbrechen oder Atemnot kommen. … In den meisten Fällen ist sicher Abwarten die beste Medizin, aber auch allergie-unterdrückende Medikamente können zum Einsatz kommen. Eine weitere einfache Methode wäre außerdem die Benutzung eines Kondoms, oder sollte man vielleicht doch besser den Partner wechseln?

Wenn der Sex für die Frau zum gefährlichen Vergnügen wird [gmx.de]

don't try this at home!

Don’t try this at home! Oder ist dir nach Quaddelsucht? (bild: le chagrin)

5. März 2009

Idole des Alltags: Der SuperMagnetMan

Die Ampel will nicht grün werden, wenn du einsam mit dem Moped davor wartest? Der Kofferraumdeckel deines Gebrauchtwagens hält nicht mehr richtig offen und fällt dir andauernd ins Genick? Deine Werkbank ist immer so unordentlich und verramscht, dass du unter dem ganzen Alteisen nie den gekröpften 32er findest? Du möchtest, saisonal bedingt, einen vier Kilo schweren, aber super hübschen Adventskranz an deine Haustür hängen? Meine Herren! Es gibt nun wirklich kein uns bekanntes Alltagsproblem, das man nicht mit SuperStarkenMagneten™ lösen könnte! Mach’s einfach wie George, der SuperMagnetMan, und lass die SuperStarkenMagneten™ dein Leben bereichern und verschönern! Die betabuben sagen: Wenn alle Männer und Magneten so gepolt wären wie der SuperMagnetMan, dann hätten diese verdammten Kriege und das elende Elend auf dieser Welt auch mal ein Ende.

via Cool Tools

3. März 2009

Lektionen in Coolheit

Ach ja, übrigens:

Motorsport war mal was echt Saucooles. Und die Typen, die damals Motorsportler waren, waren ebenfalls saucool. Wie zum Beispiel der Kollege James Hunt hier. Es waren wundervolle Zeiten, ehe sich die Formel1 in einen sterilen Plastik-Marketingzirkus mit Milchbubipiloten und Eurodissen-Gogos verwandelt hat. Für mich ist das größte Problem an der Formel1, wie sie heute ist: Abgesehen davon, dass die Autos scheiße aussehen und es sehr ermüdend und ohrenschädigend ist, ihnen beim Rundendrehen zuzuschauen, sind die Fahrer eine absolute Zumutung! Früher hatten die wenigstens noch ccole Namen, wie Graf Berghe von Trips oder so was. Heute heißen sie wie Fußballspieler und sprechen auch so. Ich bin sicher, dass Werbepartner wie die ING Group (Alonso) oder Mercedes Benz (Alesi) bei Marketing-Meetings regelmäßig die Augen verdrehen, weil sie wissen, mit welcher Zweitklassigkeit ihre Testimonials gestraft sind. Aber was sollen sie tun – Motorsportler sind eben so. Und wir, die fetten Säcke, die ihnen vom heimischen Fernseher aus gute Ratschläge zurufen, obwohl sie die besten Rennfahrer der Welt sind, finden das offenbar gut so. Und kaufen ihren Scheiß, weil Nick Heidfeld ihn auch gut findet. Und darum haben wir es auch nicht anders verdient. Trotzdem schade, dass zumindest einige Dinge nicht mehr so laufen wie 1976 (Marlboro).

3. März 2009

Echt passiert Vol.1

Also Folgendes. Ein Freund, trainiert und unter 40, shoppte Buchsen. So nennt man Unterhosen, wo ich herkomme. Ich fand nur „Freund shoppte Buchsen“ besser als „Freund shoppte Unterhosen.“ So.

Freund shoppte also Buchsen im Kauhaus. Kaufhaus-Buchsen-Abteilung. Die Routine: Fünf mitnehmen, unbedingt in gedeckten Unitönen, bezahlen.
(Anmerkung: Das gedruckte Wort (Wochentage, Vornamen) sowie alles, was man auch zur Wandverschönerung einsetzt (also Tapeten- oder Tischdeckenmuster, Rapport, Comics, Icons etc.), hat auf Unterwäsche nichts verloren. Außer auf mancher, und die ist so gut wie ausgestorben. Also vergiss es!)

Dann das Fragezeichen über seinem Kopf: Anprobieren wo? Der Freund fragte eine füllige Fachverkäuferin um Erlaubnis. „Kann ich die mal anprobieren? Ich lass meine auch an und zieh die hier drüber.“

„Selbstverständlich“, sagte darauf die Buchsen-bewanderte Beraterin. Um das klar zu stellen: Wir sprechen hier nicht von irgendeiner Sorte Feger, sondern von deiner Mutter. Oder meiner. Also allgemein von der Art Frau, die für uns mehr den Status einer pflichtbewussten Pflegerin einnimmt. Einer Ersatzmutter, einzig dazu bestimmt uns zu behüten und vor schlecht verarbeiteten Buchsen zu bewahren. Es sind Frauen, denen wir uns anvertrauen, weil wir ihren Rat brauchen. Ihren Rat, wir wir unseren Arsch einpacken sollen. Und der ist es uns allemal wert.

Sie also „Selbstverständlich“, und wies ihm den Weg zu den Kabinen, der Freund folgte flugs.

Women Stop!

Women Stop!

WARUM der Freund hiernach die Kabine überhaupt verließ, um sich in Unterhosen im Spiegel anzusehen, ist mir bis heute nicht klar. Buchsen können ohne Spiegel spielend und in Windeseile von oben herab aus allen Richtungen begutachtet werden, es sei denn, man ist sehr, sehr dick. Man muss nicht im Kaufhaus herumlaufen und der Buchsen guten Sitz im Ganzkörperspiegel beurteilen. Aber was soll’s – er ist halt mehr so der exhibitionistisch veranlagte Typ, warum auch nicht. Ist schließlich sein gutes Recht.

„Sieht doch toll aus“, schrie die Textilien-Tante aufgeregt. Und als hätte sie sich zuvor in der Mittagspause einen Bananenlikör zu viel reingedonnert, nahm sie diesen verletzlichen Moment zum Anlass, ihm einen Lady-Chatterley-mäßigen „Klaps auf den Popo“ (oh Gott!) zu geben. Doch, im Ernst. Mit allem. Auch mit diesem Derber-Onkel-reißt-zotigen-Witz-Gnickern als Untermalung. Das muss man sich mal vorstellen!

Der Freund sagt mir, sein Gefühl in diesem Moment war ein einziges, erstauntes „Ey, Mann! Lass mich, ich hab nix gemacht!“ Er verstand die Welt nicht mehr. Da stand er. In seinen Unterhosen. Und vor ihm diese fremde Frau. Ihm wurde klar, dass sie sein Vertrauen missbraucht hatte. Sie hat die Regeln gebrochen, hat alles kaputtgemacht mit ihrer Gier. Denn eins ist sicher: Man möchte nicht, dass eine Frau jenseits des Klimakteriums in einer Servicesituation den Sex mit ins Spiel bringt. Nicht mal so’n kleines bisschen. Wirklich nicht. Sie hat ihre Verantwortung als gute Beraterin einem flüchtigen Moment geopfert und so für immer verspielt.

Der Freund aber trollte sich. Beschämt zog er sich an und zahlte. Ohne zu murren. Das macht mich stutzig. Kann man es hinnehmen, von Frauen, die unsere Mütter sein könnten, betatscht zu werden? Oder ist das vielleicht gar nicht schlimm? Oder ist es erst dann schlimm, wenn diese reifen Damen einem Geld dafür geben? Womöglich viel Geld? Wie sieht die adäquate Reaktion in diesem Moment aus? Nein, hinzunehmen ist es dem Grunde nach nicht. Aber eine Reaktion, die man erhobenen Hauptes und ohne beleidigend zu werden zeigen könnte, ist im gesellschaftlichen Miteinander nicht vorgesehen. Warum das so ist? Die Antwort schuldet uns Charles Bronson. Denk mal drüber nach.