04.02.2009 – My Friend
Um 06:50 in Sarajevo angekommen. Es regnet, die Frisur hält. Hatte ja zum Glück über meinem Bett im Schlafwagen einen Spiegel montiert – und zwar so, dass ich mich beim Schlafen selbst beobachten konnte. Meine Zugbekanntschaft und ich haben lange über den Spiegel und dessen Sinn diskutiert.
Am Bahnhof gehen wir gemeinsam zu ihrer Abholmanschaft. Da sitzen wir nun in einem nahen Café. Das Interessante: Alles Künstler, und so gibt es gegen sieben Uhr morgens die erste kulturelle Unterhaltung. Mein Gesprächspartner Assistent an der Kunstuniversität, Abteilung Skulptur.
Später sitze ich in der Tram und höre den Satz „Die Fahrscheine bitte!“ In meinem Kopf hört sich genau dieser serbische Satz unheimlich bayerisch an. Danach folgt: „It’s cheap my friend, cheap!“ – und so bezahle ich 10,- € erhöhtes Beförderungsgelt.
Ab 19:00 Uhr wird die Stadt interessant. Ich weiß jetzt, warum die Cafés am Mittag so voll waren: Weil es nachts gefährlich wird. Die meisten Lokale schließen schon um 19:30 Uhr!
Hauptbahnhof um 21:00: Ein besonderes Erlebnis. Dass im Zug geraucht werden darf, ist das geringste Problem. Hab den Schaffner von gestern getroffen, er ist im gleichen Zug – anderer Waggon. Komische Welt hier! Beängstigend, kein Bett! Kälte…

2 Kommentare
6. Februar 2009 um 19:01
Oh Gott.
Junge, komm da raus!
18. April 2009 um 09:44
[...] “Taxi” (über deren wilde Entstehungsmythen wir – seit den lausigen Anfängen – von hier, hier, hier und hier über hier, dann noch von hier bis hier berichtet haben) des ultra-betabuben [...]