07.02.1009 – Sofia – Thessaloniki – Istanbul
Verkatert erwische ich den Zug am Morgen. Hatte ich endlich mal ein Bett – und trotzdem nicht geschlafen. Ich erinner mich vage, wir haben letzte Nacht dem „noch“ lebenden Fisch der Japanerin die Freiheit geschenkt. Zu dritt und mit dem Fisch ab ins Taxi und zum nächsten Fluss.
Die siebenstündige Fahrt nach Thessaloniki kommt mir ewig vor. Und warum spricht die wahnsinnig gut aussehende Grenzerin nicht genauso charmant mit mir wie mit dem kleinen Konstantin, der mein Sitznachbar ist?
Thessaloniki, Stadt am Meer, ist super. Sehr lockere und freundliche Griechen. Am Anfang heißt es, alles ist unmöglich – aber kaum spricht man drei Sätze miteinander: „Guuut, machen wir dieses Mal ne Ausnahme.“ So darf ich mein Mobilfunktelefon mitten in der Schalterhalle an einer Steckdose aufladen. Kleine Erfolgserlebnisse machen es aus.
Dass vier Jetski-Fahrer sich ein derbes Rennen mit ohrenbetäubendem Lärm auf offenem Meer liefern, will keinen in den Strandcafés so richtig interessieren. Sehr lustig zu beobachten: Der umherstreunende Hund, der mit großer Ruhe Vögel jagt, eigentlich nur, damit er sich ein bisschen bewegt.
Beim Taxlerstand gibt es ein großes „Ohooo“, als ich die Fotos vom mexikanischen Taxler präsentiere. Klar, da darf Griechenland nicht fehlen.
Sogar der griechische Schlafwagen ist der Hit. Komfortabel und alles funktioniert. Den Mädels aus Frankreich, nächste Tür, lass ich heute Ruhe, sollte mal selber schlafen.
Bullis Balkan-Tipps: Der ungeübte Schlafwagen-Fahrer outet sich durch die Masterfrage „Wann bekomm ich denn mein Zugticket zurück?“ Bleibt über Nacht beim Schaffner und gibt’s erst am Morgen.

1 Kommentar
18. April 2009 um 09:44
[...] (über deren wilde Entstehungsmythen wir – seit den lausigen Anfängen – von hier, hier, hier und hier über hier, dann noch von hier bis hier berichtet haben) des ultra-betabuben chrizzytop bestaunen. [...]