It’s in your hands!

I luv vagina

Frau sein, das ist eine Kunst. Oh ja. Wir Buben werden mit einer Hand am Sack und einem Finger in der Nase geboren, danach werden wir einfach nur immer größer und haariger. Frauen hingegen führen ein Leben in Phasen. Im Lauf ihres Lebens nehmen sie unterschiedlichste Formen an, mitunter bis hin zur Gegenständlichkeit.

Geboren werden sie als Babygirls, wachsen zunächst zu kleinen Mädchen an, mutieren weiter zu großen Mädchen, (zwischendurch immer mal wieder kleinen Mädchen), werden dann Fräulein, dann junge Frauen, dann ganze Frauenzimmer (!), dann Frauen, eventuell Mütter (SEHR advanced!), dann Damen (oder auch Ladies – je nach Sozialisierungsgrad), dann ältere Damen und schließlich alte Schachteln.

Und das ist nur die halbe Miete. Es gibt nämlich auch Zwischenformen wie Mädels, Jungfern (alte), Frolleins, Schnepfen, Wachteln, Tussen, Ischen und noch einige andere Erscheinungsformen, die hier nicht hinpassen.
Die Identitätskrise ist also vorprogrammiert.

Richtig tückisch wird’s, wenn dann die Hormone innerhalb dieses komplexen Systems verrückt spielen. Dann nämlich steht dieses instabile Wesen echten Herausforderungen gegenüber.

Frauensex ist schwierig. Stealthbomber-Niveau, wenn man so will. Unser Sex dagegen ist stumpf, schlicht, robust, in etwa vergleichbar mit einem Sowjet-Panzer aus den frühen Siebzigerjahren. Dieser Unterschied spiegelt sich auch in der dynamischen Sextipp-Landschaft, in der wir uns – gottseidank überwiegend unbewusst – bewegen.

Es gilt die Faustformel:

Das Verhältnis
Sexratgeber Frau / Sexratgeber Mann
entspricht in etwa dem Verhältnis
Coole-Klamooten-Angebot Frau / Coole-Klamotten-Angebot Mann.

Kein Wunder, dass es hier zu Interferenzen kommt.
An uns liegt’s jedenfalls nicht.

Darum gibt es auch so wundervolle Ratgeber-Zitätchen für die weibliche Sexualität wie

„Sie haben vielleicht mehr in der Hand, als Sie glauben.“*

und

„Ja, es ist nicht leicht. Und Sie brauchen Geduld, Ausdauer und den Glauben an sich selbst, dass Sie es schaffen können.“*

Finden wir auch.
Ihr schafft das, ihr Mädels, Tussen und Schachteln!

*aus: Diana Ecker: „Aphrodites Töchter. Wie Frauen zu erfüllter Sexualität finden„, Kösel Verlag, München 2000

Und das Bild ist von { OOoozzZZ }, und  der muss es ja wissen.

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Sexism, So läuft's Business

2 Antworten zu “It’s in your hands!

  1. Dr. Frascati

    Richtig zusammengefasst, aber fraglich geschlussfolgert.

  2. oedesheim

    Das Buch hätt ich aber gern. Kann man ja immer noch was lernen. Endlich auch was in der Hand, ne?

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