Archiv der Kategorie: Das milde Leben

Stöhn II (animatronisch vs. real)

Die Fortschritte in der Spielzeug-Animatronik sind fabelhaft – der laberselige Furby ist derbstes Vorvorvorgestern; aktuelle Produkte aus dem Reich der Techno-Spielgesellen nähern sich immer mehr dem realen Leben an. Bestes Beispiel hier: Wenn oedesheims nicht nur, aber immer sonntags lauthals kopulierende Nachbarn wüssten, dass sie sich ganz real, ohne jede Übertreibung (betabuben-Schwur!) so anhören wie Pleo, der elektrifizierte Jungdinosaurier aus dem Hause Ugobe, dann wäre ihnen das wohl peinlich vor ihren Freunden. Sie würden fortan nur noch ihre Avatare in Second Life ficken lassen, den Ton am PC leiser gestellt. Beim Sex nicht klingen wie ein Spielzeug mit vier Füßen, grüner Gummihaut und USB-Anschluss: auch auf unseren 2009-noch-zu-erledigen-Listen sehr weit oben.

Immer wieder sonntags [pleoworld.com]

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Bitte recht deutlich!

Nachdem ich meinem neuen Wohnungsnachbar den ganzen Sonntag lang bei unfassbar vulgärem und lautem Fickgetöse zuhören muss, also: bei einem grölenden, grunzenden, kraftschwulen Gay-Massaker, also: bei Szenarien, die von der Audiospur her nicht mehr viel mit Schulmädchenreport 1 bis 15 zu tun haben – nach Auswertung all dieser Fakten also wird mir die Geschichte vom Japaner an sich und dem Sex an sich nochmal ein wenig klarer. Der Japaner an sich hat nämlich gern noch dünnere Wände als ich – meine sind zwar aus der materialknausernden Nachkriegszeit, aber immerhin aus Ziegelsteinen; beim Japaner an sich sind die ja bekanntermaßen aus Papier oder Lotosblättern oder hauchdünnen Sashimi. Deswegen holt sich der Japaner bei unerwarteter Aufwallung sexueller Gefühle entweder einen runter, Anregung liefert ihm die dauerjunge Garde der „Gravure Idols„, oder er geht zum echten Sex ins Love-Hotel. (Zeugt aber dabei niemals Nachwuchs, großes Problem).

Kann das alles seit heute bestens verstehen: Wer erst versehentlich, dann unausweichlich dem theatralischen Geficke seiner überaktiven Nachbarn beiwohnen muss, der verlegt die eigenen Aktivitäten höchstens noch in den Sex-Club oder illusioniert sich mit gebrauchter Damenunterwäsche aus dem Automaten ein Schulmädchen seiner Wahl. Auf keinen Fall aber will er jemals wieder zuhause Sex haben. Argh.

japaner_im_sexparadies (c) Héctor Garcia

Japaner an sich, im Porn-Himmel / Foto: Héctor García [kirainet.com]

P.S.: Idol sein ist fein. Dass der Japaner an sich das Zen erfunden hat: is nach Lektüre dieses Videos ja wohl klar.

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I Never Shit On A First Date

Weil es in Deutschland keine anständige Craigslist-Kultur nicht gibt,
bleiben uns trüben Teutonen die wunderbar öffentlichen Geschichten verlorener Augenblicke und Liebesmühen verwehrt, die sich da, wo der Ami wohnt, in und um die digitalen Abtlg.en der Sorte “Women Seeking Men”, “Men Seeking Women” bzw. gern auch unter dem Rubrum „Missed Connections“ abspielen. Aber! Eine feiste Schar von Spaßvögeln nutzt die gierige Suche des US-Publikums nach lauer Liebe inzwischen regelmäßig und schamlos aus, indem sie brillant getextete Fakes unter die Mehrzahl der – vermutlich – ernst gemeinten amourösen Ads schiebt.

Auch diese Nummer hier ist einfach zu gut, um wahr zu sein. Aber ein feines Beispiel für das, was uns abseits der Craigslist-Schiebereien bislang alles an Alltag entgeht.

portland craigslist > multnomah co > men seeking women

We met on Craigslist so I am hoping that this post finds you. I know that it could quite possibly be the most humiliating first date that you have ever been on, but I am willing to look past that.

I thought we had chemistry sitting at McMenamins sharing that basket of Cajun Tots while drinking the Terminator Stout. I really felt like there was a connection there. I found you to be intelligent and witty and looked forward to further conversation with you.

At some point in life, everyone has gambled on a fart and lost. It just happened to be on a first date in the passenger seat of my car. Please don’t feel bad. The package I sent you with Pepto the next day and the note that said “First dates are always a crap shoot. Call me” was meant to be funny, not offensive.

I have gambled on a fart and lost on multiple occasions. The first time I did it was very memorable. It happened when I was five and sitting on my uncle’s lap. I am lactose intolerant, but love cheese. I probably win 95% of the time, but I don’t think anyone wins 100% of the time. That’s why they call it „gambling“. I’m the last person to judge you for crapping your pants. In fact, I am impressed by your boldness. The timing on the other hand, could have been a tad bit better…like when you’re not sitting on a heated leather seat…

What I am trying to say is that if you want to go out again, I would be more than happy to take you someplace where we can get a meal that is high in fiber and less taxing on the digestive tract.

I await your call,
Tad

P.S. – If you shat yourself on purpose to end the evening early…Touché…

Original war mal hier, aber leider inzwischen verschwunden.

via Joshuah Bearman

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Unwiderstehliches Angebot!

Screen (c) louisvillefreeface.com

Man kann wirklich nicht sagen, Leslie George Kistner III. hätte es nicht versucht. Wobei – Mann von Format – er wird sich nicht jeder gierigen Nymphe hingeben:

I must think you are cute. I only go down on women who I find attractive. I have different tastes than some people. If you would like me to give you oral sex, you must let me know what you look like. Send me a picture and I will let you know if I believe you are cute enough for free oral. It does not have to be a naked picture, just one so I can tell generally what your body and face look like. Some people say that I have weird tastes, but I love women, so try your luck.

Seine Hobbies: „Weightlifting, Giving Massages, Giving Oral Sex to Attractive Females, Reading, Intelligence Puzzles, Nature, Vampires, the Gothic Scene, Video Games, and Religions that Employ the use of Magick.“ Nette Bekanntschaft, alles in allem.

Free Oral Sex [louisvillefreeface.com]

via Joshuah Bearman

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Roboterliebe

Großer Song von großem Künstler: Jonathan Mann.

via Monochrom

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